Oldtimer-Kennzeichen

In Deutschland bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten, Fahrzeuge mit Oldtimerkennzeichen zuzulassen; zum einen eine Zulassung mittels H-Kennzeichen und zum anderen eine Anmeldung über das rote 07-Kennzeichen.

Ein besonderer Vorteil der Oldtimerzulassung liegt in dem pauschal zu entrichtenden Steuersatz in Höhe von € 191 für Pkw und Lkw bzw. € 46 für Motorräder – unabhängig von Hubraum, Leistungsstärke und Partikelausstoß des Motors!

Welches Fahrzeug erhält ein H-Kennzeichen?

Grundvorrausetzung für die Zuteilung eines H-Kennzeichens ist das erreichte Fahrzeugalter von mindestens 30 Jahren, wobei hier als Stichtag der Tag der Erstzulassung zählt.

Zudem wird ein entsprechendes Fahrzeuggutachten einer anerkannten Prüfstelle (z. Bsp. TÜV oder DEKRA) benötigt  aus dem hervorgeht, dass sich das Fahrzeug weitestgehend im originalen Auslieferungszustand befindet.

Sofern diese Überprüfung positiv ausfällt, kann durch die Zulassungsstelle ein H-Kennzeichen ausgestellt werden, welches durch ein “H“ auf der rechten Seite des Kennzeichens erkennbar ist.

Die Fahrzeuge mit einem H-Kennzeichen unterliegen keinen Nutzungsbeschränkungen.

Rotes 07-Kennzeichen

1994 wurde vom Gesetzgeber das rote Oldtimerkennzeichen, besser bekannt als 07-Kennzeichen, eingeführt. Bei diesem Kennzeichen handelt es sich um ein Wechselkennzeichen. Das heißt, das mit einer Nummer mehrere Fahrzeuge (PKW, Lkw, Traktoren oder Motorräder) abwechselnd bewegt werden können. Als Fahrzeugpapiere erhält der Halter ein rotes Fahrzeugscheinheft, in das die Zulassungsstelle die wichtigsten Daten sämtlicher Fahrzeuge einträgt. Dieses Heft muss während der Fahrt mitgeführt werden.

07er-Oldies müssen die gleichen Voraussetzungen erfüllen wie Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, also mindestens 30 Jahre alt sein und sich in einem guten, originalen oder originalgetreuen Zustand befinden.

Attraktiv ist dieses Kennzeichen insbesondere für Sammler, die mehrere Fahrzeuge besitzen und diese nur sporadisch fahren, denn es wird ausschließlich die steuerstärkste Fahrzeugkategorie berechnet. Das bedeutet, dass alle weiteren Fahrzeuge steuerfrei mitlaufen. Im Klartext: Wer mindestens einen Pkw, Lkw oder Anhänger auf die 07er Nummer zulässt, zahlt € 191 Euro pro Jahr – wer nur Motorräder eintragen lässt, für den werden nur € 46 fällig.

Grundsätzlich wird diese Steuerersparnis jedoch teuer erkauft, denn mit diesem Kennzeichen ist es nur möglich, an Probe- und Werkstattfahrten sowie an Oldtimer-Veranstaltungen teilzunehmen!

Zudem muss der Antragsteller per polizeilichem Führungszeugnis nachweisen, dass er integer ist und man ihm ein – aus behördlicher Sicht sensibles – Wechselkennzeichen anvertrauen kann. Darüber hinaus verlangen die Behörden für jedes einzutragende Fahrzeug ein Oldtimergutachten gemäß Paragraph 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).

Die genauen Bedingungen und die zur Zulassung erforderlichen Unterlagen erfragen Sie bitte direkt bei Ihrem Straßenverkehrsamt bzw. Ihrer zuständigen Zulassungsstelle, da bundeslandabhängig Unterschiede bestehen können.

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